Über uns

Die Region Wels-Land ist das Herzstück Oberösterreichs

Durch ihre hervorragende Verkehrsinfrastruktur im oberösterreichischen Zentralraum hat sich hier ein sehr dynamischer Wirtschaftsraum entwickelt, der seinen Bewohnern sehr gute Arbeits-, Wohn- und Erholungsmöglichkeiten bietet. Insgesamt leben ca.60.000 Personen in der Region Wels-Land. Wels-Land besteht aus 21 Gemeinden, die bevölkerungsstärkste mit rund 12.000 Einwohnern ist die Stadtgemeinde Marchtrenk.

Naturraum

Die Region Wels-Land hat Anteil am Traun-Enns-Riedelland, am Inn- und Hausruckviertler Hügelland, an der Traun-Ager-Terrasse und am Unteren Trauntal. Der Landschaftsbogen spannt sich über flachwellige Riedel, kleine Waldflächen, Schotterterrassen, Augebieten bis zu wenig zersiedelten Ackerbaukulturen.

Höchste Erhebung im Bezirk ist der Krailberg mit 504 m (auch mit einem Gipfelkreuz).

Die Traun teilt den Bezirk in zwei annähernd gleiche Hälften und wird als Naherholungsraum aber auch zur Energiegewinnung genutzt, erwähnenswert ist auch der Schotterabbau.

Verkehrsinfrastruktur/Wirtschaft

Der Bezirk Wels-Land wird von der Westautobahn A1, der Welser Autobahn A25, der Innkreisautobahn A8 und der Pyhrnautobahn A9 durchzogen. Die Bundesstraße 1 bildet den Lebensnerv für viele Betriebe und Firmen. Die Westbahnstrecke ist mit dem Terminal Wels ein wichtiger Impulsgeber für unsere Region. Diese verkehrsmäßig sehr hochwertige Lage zieht viele Betriebe und Firmen an (Hofer, Fronius, Spar, Gartner, BRP-Powertrain usw.).

Land und Forstwirtschaft

Der Bezirk Wels-Land besteht aus rund 7.400 ha Wald, 32.700 ha landwirtschaftliche Nutzung, 740 ha Baufläche, 2.000 ha Gärten, 600 ha Gewässer und 2.300 ha sonstige Flächen. In der Landwirtschaft dominieren Ackerbau einerseits und in der Viehhaltung Schweinezucht und Schweinemast andererseits.

Die Felder werden meist mit Mais und Getreide bestellt, bäuerliche Vierkanthöfe  und moderne landwirtschaftliche Produktionsgebäude prägen das Landschaftsbild. Mit Buchkirchen hat der Bezirk Wels-Land jene Gemeinde, die in Oberösterreich die größte Obstbaufläche aufweist. Die Qualitätssicherung hat absoluten Vorrang, Schwerpunkte werden im Bereich Veredelung und Direktvermarktung gesetzt.

In der Region Wels-Land besteht die Möglichkeit bei einer Vielzahl von bäuerlichen Buschschänken oder Hofläden regionale Produkte direkt vom Produzenten zu verkosten.

Im Bereich der Bioenergie und Energie aus nachwachsenden Rohstoffen konnten in den vergangenen Jahren viele Projekte umgesetzt werden.

Die Etablierung von Wels-Land als Leader-Region hat im Rahmen eines Entwicklungskonzeptes schon gute Erfolge zu verzeichnen z.B. „Dein Nachbar der Bauer/die Bäuerin“.

Tourismus und Naherholung

Die Erholungsräume um Alm, Ager und Traun sind durch den Traunweg, den Römerweg, den Almtalweg und ein begleitendes Radwegnetz erschlossen.

Kulturstätten wie das Barockstift Lambach, die Dreifaltigkeitskirche in Stadl-Paura, aber auch der Zoo Schmiding oder das Agrarium in Steinerkirchen werden sehr gerne besucht (siehe auch „kulturelle Sehenswürdigkeiten“).

Die Naturschutzgebiete der Almauen, der Fischlhamer Au und des Neydhartinger Moors aber auch die Traunauen sind Wander- und Radfahrparadiese geworden. In der Fischlhamer Au ist eine Renaturierung der Traun erfolgt, der Fluss wurde verbreitert, Seitenarme geschaffen, Erholungs- und Rückzugsflächen für Mensch und Natur entstanden.

Besondere touristische Attraktionen sind der Zoo Schmiding (Gemeinde Krenglbach) und  das „Agrarium“ bei Almegg (Gemeinde Steinerkirchen an der Traun). Das Ausflugs- und Freizeitportal für die Region Wels-Land informiert über mehr als 70 attraktive Wege (Wanderwege, Radwege usw.) mit ca. 800 km Weglänge.

Kulturelle Sehenswürdigkeiten

Der kulturelle Mittelpunkt unseres Bezirkes ist wohl das Benediktinerstift Lambach.
Nach dem gewaltsamen Tod des Markgrafen Arnold und dessen Gemahlin und des jüngsten Sohnes Arnold und ebenfalls dessen Gattin Hazecha fiel Lambach und der Besitz um Lambach an den letzten Überlebenden der Grafen von Lambach, an Bischof Adalbero von Würzburg.

Dreifaltigkeitskirche in Stadl Paura – Der bedeutende und kunstsinnige Lambacher Abt Maximilian Pagl ließ die Dreifaltigkeitskirche in Stadl Paura bauen. Die besondere Art des Grundrisses, der durch Dreieck und eingeschriebene Kreis die Einheit in der Dreiheit und die Dreiheit in der Einheit widerspiegelt, ermöglicht es, drei gleiche Kirchen in eine zusammenzubauen, zur Verherrlichung des Einen Gottes, der in drei Personen waltet.

Die Fischerkanzel in der Pfarrkirche zum Heiligen Petrus in Fischlham ist – als eine von drei Fischerkanzeln in Oberösterreich – ein besonderes kunsthistorischen Kleinod; im Jahr 1759 vom Lambacher Bildhauer Franz Xaver Leithner und vom Lambacher Maler Adam Racher geschaffen, weist sie auf eine Stelle im Lukas Evangelium (Lk., 5) hin: „Auf dein Wort hin werde ich die Netze auswerfen“.

Ein Beispiel für spätgotischen Kirchenbau ist die Filial- und Wallfahrtskirche in Schauersberg bei Thalheim bei Wels.

Bedeutend sind auch der schlossartige Pfarrhof von Buchkirchen und auch der stattliche Pfarrhof von Weißkirchen an der Traun.

In vielen Gemeinden des Bezirkes Wels Land befinden sich weitere kulturelle Kostbarkeiten nicht nur in Form kirchlicher Baudenkmäler, sondern auch in Form ehemaliger Ansitze des Landadels.

Diese Schlösser waren oft zu befestigten Anlagen ausgebaut wie zum Beispiel Bernau (Fischlham),  Mistelbach (Buchkirchen), Irnharting (Gunskirchen), Würting (Offenhausen), Schmiding und Haiding (Krenglbach).

Besonders zu nennen sind etwa das Schiffleutemuseum in Stadl-Paura, das Museum für Archäologie Tempus in Bad Wimsbach-Neydharting, das „Museum Angerlehner“ in Thalheim bei Wels (eine der bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in Österreich), aber auch der „Friedensweg“ in Marchtrenk.

Die Landesmusikschulen in Gunskirchen, Marchtrenk, Stadl-Paura und Thalheim bei Wels sorgen für eine erstklassige musikalische Ausbildung der Jugend.

Das Kulturnetz Wels Land stellt Kulturgüter und Kunstwerke aus der Region dar und präsentiert Künstler und Künstlerinnen, Kulturschaffende und Kulturvereine; ein Veranstaltungskalender gibt einen Überblick über die vielfältigen kulturellen Aktivitäten im Bezirk.

Geschichte des Bezirks

Die Besiedlung unseres Bezirkes ist nach den Orts- und Flurnamen, sowie den vor- und frühgeschichtlichen Bodenfunden bereits vor mehreren tausend Jahren erfolgt.

Man wählte bevorzugt die fruchtbaren Bereiche entlang der Traun, der Ager, der Alm und zudem die  Altmoränengebiete südlich und nördlich der Traun. In Folge haben Kelten und Römer die Entwicklung dieses Raumes beeinflusst, was Funde aus dieser Zeit belegen.

Waren es im 5. Jahrhundert vor Christus die Noriker, ein keltischer Stamm, die hier siedeln und der Kultur der angestammten Bewohner, vermutlich der Illyrer,  ihren „Stempel“ aufdrücken,  so gelangt das „Umland von Wels“ 15 vor Christus unter die Herrschaft der Römer. Deren Siedlungstätigkeit ist durch besonders viele Funde belegt (z.B.Villae Rusticae in Bad Wimsbach-Neydharting und Steinhaus).
Im 10. Jahrhundert herrschen die Grafen von Wels und Lambach über das Gebiet. Später erlebt Wels und die Umgebung durch die steirischen Ottokare einen wirtschaftlichen Aufschwung und um 1600 ist durch rasche Verbreitung der Lehre Luthers ein Großteil der Region evangelisch.

In der Bauernkriegszeit hat das Land viel zu leiden und Anfang des 19. Jahrhunderts kommt durch die Franzosenkriege wieder viel Unheil über diese Gegend.

Doch trotz dieser vielen kriegerischen Auseinandersetzungen und Ereignisse blieb der Großteil des kulturellen Erbgutes erhalten.

 

Verfasser:

Wir bedanken uns herzlich für das fachkundige und präzise Erarbeiten der folgenden Informationen bei Herrn Direktor Oberschulrat Dipl.-Päd. Herbert Nöbauer (Neue Mittelschule 2 Marchtrenk) und bei Herrn Schulrat HOL Dipl.-Päd. Wolfgang Danmayr (Neue Mittelschule Pichl bei Wels). http://www.land-oberoesterreich.gv.at/40114.htm