LEADER Obleute-Treffen 2019

Erstklassige Regionalentwicklung mit über 1000 Projekten

Ein Resümee der OÖ LEADER Tagung am 5. November in Haslach

Die Stärke von LEADER ist die Nähe zu den Menschen in den Regionen. Die LEADER-Manager mit ihren Büros vor Ort dienen als One-stop-shops für die Regionalentwicklung. Dadurch wird eine besondere Kultur der Zusammenarbeit über Gemeinde- und Sektorgrenzen hinweg ermöglicht. Mehr als 1000 Projekte konnten in dieser Förderperiode bereits in den OÖ Regionen entwickelt werden. „Die Mittelausschöpfung der einzelnen Regionen lässt den Schluss zu, dass das zur Verfügung stehende Fördergeld aus Brüssel für Projekte zur Stärkung des ländlichen Raums bis zum Ende der Periode auch tatsächlich abgeholt wird“, so Hiegelsberger.

LEADER ist ein Erfolgsmodell, das Verantwortung für die Entwicklung des eigenen Lebensraums in den ländlichen Raum überträgt, Partizipation anbietet und einfordert und dadurch auch eine immense Anzahl an Ehrenamtlichen motiviert, sich einzubringen. „Begeisterung schaffen ist der erste wichtige Schritt, damit sich jemand aus der Region für die Region einsetzt“, hebt LR Hiegelsberger hervor.

Die Bilanz der oberösterreichischen LEADER Projekte zeigt, dass LEADER in der aktuellen Periode 2014-2020 seinen Erfolg fortsetzt. „1039 beantragte Förderanträge mit einem Gesamtvolumen von 67,6 Mio. Euro und einem Anteil an LEADER-Förderung von 40,2 Mio. zeigen, dass wir in Oberösterreich auf einem sehr guten Weg sind“, erklärt der zuständige Referatsleiter der Abteilung Land- und Forstwirtschaft, DI Wolfgang Löberbauer.

Arbeitsplätze in die Regionen bringen

Die LEADER-Projekte werden mit 40 bis 80 Prozent Förderintensität aus EU-, Bundes- und Landesmitteln unterstützt. 47 Mio. Euro stehen den 20 Regionen in der Periode 2014 – 2020 zur Verfügung. „Stärken erkennen, Chancen eröffnen und Arbeitsplätze schaffen ist Aufgabe der LEADER-Regionalförderung. In dieser Förderperiode haben die Regionen vor Ort die Verantwortung für Budget und Themen, sie nehmen diese auch gezielt wahr“, dankt Landesrat Max Hiegelsberger den LEADER-Obleuten sowie den Managerinnen und Managern für ihren Einsatz.

LEADER in Wels-Land

In der Region Wels Land wurden bis dato 58 Projekt vom regionalen Projektauswahlgremium bewilligt, freut sich Obmann Bgm. DI Karl Kaser über die gute Bilanz. Ein Besonderer Dank gebührt dabei unserem engagierten Projektauswahlgremium, das sich ehrenamtlich für nachhaltige Regionalentwicklung einsetzt, so Bgm. Karl Kaser. Besonders erfreulich ist die Projektvielfalt aus den Bereichen Wirtschaft, Tourismus und Soziales. Die Bandbreite reicht vom Bauermarkt über einen Generationen-Aktiv-Park, einer Kreativwerkstätte bis hin zu Initiativen, die die Nachhaltigkeit in der Region verankern.

Das LEADER Büro administriert nicht „nur“ Projekte und Förderanträge! Es geht um viel mehr als um Zahlen, Fakten und die dazugehörigen Statistiken und das Verwalten von Projekten. Man investiert in Beteiligung und bekommt Beteiligung (Empowerment). Man investiert in Kooperation und bekommt Kooperation. LEADER ist die einzige EU-weite Initiative, in der regionale Akteure in Planung und Umsetzung, das heißt in der Auswahl der Förderprojekte, gleichermaßen involviert sind.

„LEADER zeigt sich nicht nur in Zahlen. Das Um und Auf in jedem Projekt sind die Menschen vor Ort, die sich oft ehrenamtlichen einbringen und das Umfeld in dem sie leben weiterentwickeln möchten“, weiß GF Magdalena Hellwagner.

Programmplanung für die neue Förderperiode

Die LEADER-Verantwortlichen beschäftigen sich bereits intensiv mit den Vorarbeiten zur Programmplanung der neuen Förderperiode 2021 – 2027. Landesrat Max Hiegelsberger betonte, dass LEADER wieder einen festen Platz im neuen Programm für die Entwicklung des Ländlichen Raums haben wird. „Ich glaube an das LEADER-Prinzip, dass in den Regionen die eigenen Wünsche und Bedürfnisse am besten bekannt sind. Daher entscheiden bei LEADER die Regionen auch in eigenständigen Projektauswahlgremien, wofür sie Fördermittel ausgeben. Wir stellen nur einen Rahmen zur Verfügung“, so Hiegelsberger. Die Europäische Union sieht in der Initiative einen großen Mehrwert. Mindestens 5 % der Mittel aus der ländlichen Entwicklung sollen daher auch künftig für LEADER reserviert werden.

Gruppenfoto Leader 05112019 Foto Soellradl

Gruppenfoto Leader 05112019 Foto Soellradl